Ein Community Projekt gegen Krieg und für Frieden. Interdisziplinäres Kulturprojekt im Rahmen einer Bezirkstournee durch verschieden Bezirke Wiens (gefördert von der Stadt Wien)
Szenische Lesung – Zerstören, sagt sie. Wir überschreiten die Grenze nach Texten von Marguerite Duras, Bertolt Brecht und Paul Eluard
Ensemble: mit Cornelia Köndgen, Raimund Brandner, Marta Gomez; Musik: Burkhard Stangl, Regie/künstlerische Leitung/Raum: Eva Brenner, Projektorganisation: Andrea Munninger
Nach der Vorstellung findet ein Vortrag und Publikumsdiskussion in Kooperation mit WILPF (Women‘s International League for Peace and Freedom) statt.
Im Zentrum von Marguerite Duras‘ Stück Zerstören, sagt sie (1969), das sie in Reaktion auf die Auf-stände in Paris 1968 verfasst hat, stehen vier bürgerliche Gäste in einem noblen Hotel, die in sparsa-men Dialogen, hier auf zwei Paare konzentriert, über das Leben, die Liebe und den Tod reflektieren. Der Krieg, ja die Welt bleibt außen vor, sie liegt hinter dem Park, dem angrenzenden Wald, der als bedrohlich gilt und im Lauf des Spiels oft erwähnt, aber nie betreten wird. Er markiert die äußerste Grenze des sagbaren, ist Synonym für Liebe, Sexualität, Befreiung, Flucht in die Utopie.
Der Text ist eine präzise poetische Studie über die Machtverhältnisse der Geschlechter, über den Angriff auf bürgerliche Werte und die Zerstörung von Hoffnung und Liebe.
Die Duras-Texte werden ergänzt von einer Erzählstimme, die über die Zerstörung der baskischen Stadt Guernica 1937 berichtet (auf Deutsch, Französisch und spanisch).
Am Ende rezitiert das Ensemble aus Reden für den Frieden von Bertolt Brecht.
Die Spannung der Aufführung entsteht in der Konfrontation der Scheinwelt des saturierten Bürger-tums mit den Kriegsbildern aus Guernica, das Abbild einer von Männern dominierten Gesellschaft, die sich, gewaltbereit rüstet für den jeweils nächsten Krieg.
Einlass gegen 18:30 Uhr
Beginn gegen 19:30 Uhr
Eintritt frei!
Reservierung empfohlen unter https://www.schmidhansl.wien/reservierung/