Eine literarische Spurensuche durch das Wien um 1900 und ein Abend voller Überraschungen!
El Hor schrieb über vampirische Frauen, sehnsüchtige Orchideen und Männer, die wie Hunde sind. Unheimliche, spielerische Erzählungen und Skizzen, veröffentlicht unter Pseudonym. Die Lesenden um 1900 rätselten, doch erst 2025 lüftete der Literaturwissenschaftler Claus Zittel das Geheimnis: El Hor war eine wohlbekannte Wienerin.
Die große Unbekannte wurde 1883 in Paris geboren und starb 1963 in Wien. Verheiratet war sie mit einem berühmten Burgtheaterschauspieler. El Hors Geschichten erzählen von weiblicher Lust und Lebensgier, wie man sie in diesem Facettenreichtum erst wieder bei Elfriede Jelinek findet. Gemein hat El Hor mit Jelinek auch den Spott, gerade gegenüber der altherrlichen Burgtheaterstadt Wien. In die bissigen wie munteren Satiren der Autorin mischt sich dabei die Sehnsucht nach einer aufregenderen Realität: „Theaterstraßen! Theaterfiguren! Theaterleben! Träume, Gedichte, Possen – aber keine Wirklichkeit.“
Idee, Zusammenstellung, Einführung: Fabian Lutz (Literaturwissenschaftler)
Rezitation: Elisabeth Seethaler (Sprecherin)
Einlass: 18:00 Uhr
Beginn: 19:00 Uhr (etwa 1 Stunde 20 Minuten mit Hintergrundinformation zu EL HOR und Diskussion)
Eintritt: Frei / Spenden erbeten
Reservierung empfohlen unter https://www.schmidhansl.wien/reservierung/
